Mit dem VW Bus... Wintertips
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VW Bus Wintertips

Tips für den etwas anderen Winterurlaub
mit dem VW Bulli in Nordskandinavien
Ein wenig "Verrückt" und "Abenteuerlustig" muß man für einen Trip mit dem Bulli ins winterliche Lappland schon sein,
​wenn man sich jedoch an einige Spielregeln hält, das Wetter ausreichend beobachtet und die Situation frühzeitig erkennt, kann einem wenig passieren.
Wir hoffen, daß die Tips und Informationen hilfreich sind und ihr einen schönen Winterurlaub mit dem Bulli habt.
Für Shoppingwütige​ im Norden sehr zu empfehlen ist das Kaufhaus BILTEMA, eine Mischung aus Autoteilefachhandel, Baumarkt, Werkzeughandel, Camping- und Bootszubehörhandel und Haushaltswarengeschäft und einiges mehr...
Man findet teilweise erstaunlich praktische Dinge, die es in D nicht gibt oder nur schwer zu beschaffen sind - manches auch zu erstaunlich günstigen Preisen.
Biltema findet man in Schweden, Norwegen, Finnland und Dänemark

Allgemein

Camping

Wildcampen ist bei winterlichen Witterungsverhältnissen kaum zu empfehlen, zumindest nicht das Übernachten weit abseits von menschlicher Besiedlung, wenn man dazu noch allein unterwegs ist.
Schnell kann eine Notlage durch leere Batterien oder einen nicht anspringenden Motor eintreten.
​(Tip: Immer auf die die Netzstärke des Handys achten).
​Anders sieht es natürlich aus wenn man in der Gruppe mit mehreren Fahrzeugen unterwegs ist, dann kann die gemeinschaftliche Fahrzeugbergung Spaß machen...
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Es gibt im Winter, wenn viel Schnee liegt, dort oben auch wenig Möglichkeiten "wild zu campen", da es kaum "Fluchtmöglichkeiten" links und rechts der Straße gibt... 
Ein Problem ist, das man im Winter oft für viele Kilometer nicht von der Straße herunter kann wegen dem Schnee der sich an den Straßenrändern auftürmt.
Wo der Schneepflug entlang geht ist oft eine regelrechte Schneewand neben der Fahrspur.
Die kleinen Seitenstrassen, Abbiegungen, etc. sind oft verschüttet oder werden meistens nur geräumt wenn sie zu Privathäusern führen - keine Option zum Übernachten!

Die vielen Parkplätze entlang Straßen sind meistens 1-2 Tage nach starkem Schneefall geräumt und wieder als Übernachtungsplatz benutzbar.


Ansonsten: Stell Dich mit anderen Wohnmobilfahrern zusammen. In einer Gruppe findet man schneller Hilfe und es dient auch der eigenen Sicherheit (nicht wegen Überfällen).

Im Lappland-Winter ist es insbesondere für Neulinge ratsam, einen Campingplatz aufzusuchen. Dort ist die Infrastruktur mit Stromanschluß, Gasflaschenvertrieb und sonstiger technischer Hilfe einfach besser als in "freier Wildbahn" und man kann sich erst einmal "eingewöhnen".

Tourenplanung:
Plant immer mit einer deutlich geringeren Durchschnittsgeschwindigkeit als in Mitteleuropa.
Tageslicht gibt es zudem nur wenige Stunden.
Es sind viele Tiere auf den Straßen unterwegs.


Straßen
Die Straßenverhältnisse sind dort oben im Winter gut bis sehr gut, denn es wird kontinuierlich mit großem Gerät geräumt. 
Die Fahrbahnoberfläche besteht meistens aus aufgerautem Eis auf dem Split oder Sand gestreut wird.
​Unbedingt defensiv, vorausschauend und mit viel Abstand fahren!

Wer unsicher ist sollte vielleicht beim ADAC ein Fahrsicherheitstraining machen.

Fahre nie in unbekanntes, verschneites Gelände.
Man weiß nie was unter dem Schnee liegt!

Besser ist eine Vorerkundung zu Fuß.
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Halte Abstand von Hängen, Abgründen und Flüssen / Bächen,
achte darauf was die Einheimischen machen...


Tierisches:
Sei immer darauf gefaßt, das Elche oder Rentiere auf die Fahrbahn springen oder hinter Kuppen oder Kurven die Fahrbahn bevölkern! 
Schwarze Plastiksäcke die an Stöcken am Fahrbahnrand hängen weisen darauf hin, das hier häufig Rentiere die Fahrbahn kreuzen!
Langsam fahren und bremsbereit sein!


Infos zum Straßenzustand in Schweden gibts hier: TRAFIKVERKET
Zu wissen wie das Wetter wird kann sehr wichtig sein, als zuverlässig, für ganz Skandinavien und auch Deutschland, hat sich der norwegische Wetterdienst yr erwiesen.
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Bekleidung
kommt darauf an was man vorhat...
Für eine Trecking- oder Schlittenhundetour ist sicherlich andere Bekleidung erforderlich, als für einen "normalen" Campingurlaub mit Spaziergängen...
Wer Abenteuertouren plant sollte sich dementsprechend mit zusätzlicher Ausrüstung/Kleidung ausstatten.

Für den normalen Urlaub in winterlichen Norden sollten gute, warme und wasserdichte Stiefel dabei sein. Gern eine Nummer größer, damit Einlegesohlen und warme Socken noch Platz haben.

Ansonsten gilt das Zwiebelschalenprinzip: 
Mehrere Lagen Bekleidung wärmen am Besten.


Lange Thermo-Unterwäsche
Gefütterte Winter- /Skijacke, Skihose
Dicke Fingerhandschuhe (+ dicke Fausthandschuhe)
Mütze (mit Ohrenschutz)
Schal
Nicht unwichtig: Eine Sonnenbrille, denn wenn die Sonne scheint steht sie dicht über dem Horizont und blendet stark...


Lebensmittel:
Es ist keine Expedition in unbewohnte Gebiete.
Supermärkte und Einkaufsmöglichkeiten gibt es dort oben auch überall.

Nicht mitnehmen sollte man Lebensmittel in Gläsern oder Getränke in Glasflaschen, die sind nicht frostfest und werden beim durchfrieren platzen!
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220 V 
mind. 20m 220V-Kabel(Trommel) mit Adapter zu CEE-Stecker/Kupplung. 
Die Kabel schmelzen gern in Schnee und Eis ein und sind schwer "loszueisen", daher täglich kontrollieren und vielleicht auch Ersatz mitnehmen.
Ein Batterieladegerät um bei vorhanden 220 V die Fahrzeugbatterien laden zu können (oder auch ein festmontiertes Automatik-Ladegerät)
Fahrzeugbeleuchtung
Wichtig ist eine ausreichende Beleuchtung der Fahrbahn, also Zusatz-Fernscheinwerfer montieren, möglichst viele und starke und möglichst hoch angebracht. 
Man fährt dort oben oft in der Dämmerung und im Dunkeln und da sind dann die Rentiere und Elche gern auf den geräumten Straßen unterwegs... 
Stärkere H4 Glühlampen (nicht im Bereich der StVZO zugelassen!) gibt bei BILTEMA​. 
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​Seit 2023 gibt es für den VW T2 und T3 zugelassene H4 LED Beleuchtung von OSRAM (Night Brecher H4 LED) 

und PHILLIPS (Ultinon Pro6000)
- eine echte Empfehlung!
​Nur für bestimmte Scheinwerferhersteller und Zulassungsnummern!
​Einzelheiten auf den Seiten von Osram oder Phillips.
Allerdings...!
LED Lampen erzeugen nur wenig Wärme.

Für Rückleuchten sind sie fast unbrauchbar, da die kalten Rücklichter im Schneegestöber in Minutenschnelle zugeeist sind.
​Bei Frontscheinwerfern könnte ist es ähnlich, siehe Foto rechts
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Gasversorgung 
Rechtzeitig planen und den Gasvorrat stets im Auge behalten ist das A und O.
Lieber zuviel Gas mitnehmen als zu frieren...
Den zu erwartenden Gasverbrauch vor der Reise grob durchrechnen und Sicherheitsreserven einplanen...
 
Ein Eis-Ex von TRUMA gegen Reglervereisung kann nicht schaden.
Wir selbst hatten nie das Bedürfnis unsere Flaschen  und Tanks befüllen zu lassen, da genug Vorrat an Bord war. 
Gasverbrauch ca. 15 kg in 3 Wochen (Heizung Truma e2800, normaler Gaskocher)

 
Das Befüllen von Gastanks oder Tankflaschen soll an Autogastankstellen problemlos möglich sein, Voraussetzung ist natürlich ein passender Adapter.
 
Deutsche, graue Campinggasflaschen lassen sich in Scandinavien weder sicher tauschen noch füllen.
Die Alternative könnte der Kauf einer schwedischen Gasflasche sein, man kann sie nach Gebrauch zurückgeben und bekommt sein Geld zurück, bezahlt also nur den Inhalt. Die 11 kg Flaschen sollen vonden Maßen her in etwa der deutschen 11 kg Flasche entsprechen. Gebraucht wird dann noch ein Adapter...
 
Sehr viele sich teilweise wiedersprechende Informationen schwirren umher...

Blaue CAMPING-GAZ Flaschen mit Butangasfüllung sind zur Gasversorgung im Winter wenig geeignet:
Butangas verdampft bei Temperaturen unter 4°C nicht mehr.
​Allerdings sind sie in fast allen Größen fast überall zu bekommen...
Heizung
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Ohne Zusatzheizung geht es nicht!
Die Standheizung - egal ob Diesel, Benzin oder Gas, muß zuverlässig durchlaufen und für den normalen Bulli eine Wärmeleistung von min. 2 KW haben. 
Eine ausreichend dimensionierte Zweitbatterie ist für die Standheizung obligatorisch! 
​Solarmodule wirken wegen der tierstehenden Sonne so gut wie nicht!
Regelmäßig den Abgaskamin von Eis (Kondenswasser) und Schnee befreien!
Unsere Truma-Gasheizung saugt die Heizluft von außen an, dadurch haben wir keine Probleme im Innenraum mit Feuchtigkeit und nur selten beschlagenen Scheiben.
Für alle Fälle einen 220V Heizlüfter mitnehmen, falls die Standheizung einmal ausfällt. 
Sehr praktisch für die 220V Grundwärme: Steckdosen-Heizlüfter mit max 500W

Die Heizung sollte möglichst die ganze Nacht über auf kleiner Stufe laufen können,
​denn das morgendliche Aufheizen des "unterkühlten" Innenraums verbraucht genau soviel Energie wie das laufenlassen der Heizung über Nacht.
Die Heizung sollte auch bei Abwesenheit minimal laufen, um Einfrierungen zu vermeiden. 
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Gefunden bei promobil:
"Zehn wichtige Regeln für die Behaglichkeit
1. Zu Hause kontrollieren: Heizung vor Antritt der Reise warten und im Probelauf Funktionstüchtigkeit prüfen.
2. Vorausschauend heizen. Lange Aufheizzeit des Wohnwagens beachten und früh genug mit dem Heizen beginnen. Auch bei längerer Abwesenheit den Caravan nicht auskühlen lassen. Auf kleiner Flamme weiterheizen.
3. Luftzufuhr sichern. Wird die Verbrennungsluft unter dem Fahrzeugboden angesaugt, muss die Öffnung von Schmutz und Schneematsch freigehalten werden. Der Ansaugstutzen der Heizung darf im Fahrbetrieb nicht im Spritzbereich der Räder liegen.
4. Für guten Abzug sorgen. Dachkamin im Winter verlängern (im Zubehörhandel erhältlich). Der Caravaner braucht bei Schneefall das Dach nicht zu räumen, um die Heizung betreiben zu können. Seitenkamine auf Vereisung durch Kondens- oder Schmelzwasser kontrollieren.
5. Heizenergie sparen. Isomatten an den Fenstern und Dachhauben unterstützen die Heizwirkung. Ein Vorzelt dient als wirkungsvolle Kälteschleuse. Öffnungen für die Zwangsentlüftung am Fahrzeug dürfen nicht abgedichtet werden, sonst droht Erstickungs- oder Vergiftungsgefahr.
6. Gasversorgung sichern. Sorgen Sie für volle Propan-Flaschen. Erkundigen Sie sich rechtzeitig, wo die nächste Füll- oder Tauschstelle zu finden ist. Automatische Zweiflaschenumschalter (Truma Duomatic) versorgen die Heizung mit Energie, auch wenn niemand an Bord ist. Bei tiefen Temperaturen kann der Regler an der Gasflasche einfrieren. Das kleine Heizelement Truma Eis-Ex sorgt dafür, dass das nicht passiert.
7. Mit Strom heizen. Vor dem Einsatz der Elektrozusatzheizungen muss geklärt sein, ob die Absicherung des Campingplatzes den Stromfressern standhält.
8. Caravan Richtig lüften. Gegen Schwitzwasserbildung hilft der Austausch feuchter Luft. Mehrmals täglich schocklüften (alle Fenster ganz geöffnet für wenige Minuten) statt dauerhaft lüften bei leicht offenem Fenster. Das Fahrzeug kühlt nicht aus, und frische Luft erwärmt sich schneller.
9. Finger Weg vom Gasherd! Auf keinen Fall die Flammen des Kochers oder den Gasbackofen als Zusatzheizung verwenden.
Aufgrund des hohen Sauerstoffverbrauchs besteht akute Erstickungs- und durch das Kohlenmonoxid Vergiftungsgefahr!

10. Heizung nicht zweckentfremden. Der Warmluftaustritt an den Ausströmern oder der Blechverkleidung darf nicht behindert werden. Niemals Kleider an diesen Stellen oder davor zum Trocknen aufhängen. Dies reduziert nicht nur die Heizleistung, sondern kann zu Schädigung der Heizung führen und birgt Brandgefahr!"

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Den Abgaskamin regelmäßig von Eis befreien...
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Irgendwann wir die Frontscheibe nicht mehr ganz eisfrei...
​die Nacht zuvor war es -36° C kalt
Innenausstattung
Dämmung:
Wenn möglich den Fußboden mit Isolierplatten auslegen.
Ein (schwerer) Trennvorhang zwischen Fahrerhaus und Wohnraum erfüllt nicht nur während der Fahrt seinen Zweck.
Falls im Wohnraum keine Iso-Fenster vorhanden sind, sollte man sich überlegen ob man die Glasfenster von innen nicht mit bündig zugeschnittenen Isoplatten "dichtmacht"... Tageslicht gibt es eh nur wenige Stunden...

Feuchtigkeit, der größte Feind beim Wintercamping:
Man muß beim Wintercamping zwei Feuchtigkeitsarten unterscheiden: Die Feuchtigkeit, die wir mit unseren Schuhen und Kleidungsstücken in das Fahrzeug bringen und die Feuchtigkeit die durch das "Leben" (Kochen, Atmen...) im Auto entsteht.
Egal wie die Feuchtigkeit entsteht, sie kondensiert an den schlecht isolierten, kalten Stellen (Karosserie-Metallteile, Glasscheiben, Außenwände).
Dort, wo die Heizungsluft den "Taupunkt" nicht über den Gefrierpunkt bekommt (oft in den Schränken) schlägt sich die Luftfeuchtigkeit nieder und friert auch an - also nicht wundern wenn der Pullover im Schrank festgefroren ist...

Gegen die Feuchtigkeit in den Schränken (Taupunkt-Feuchtigkeit) kann man kaum etwas machen.
Sinnvoll, aber mit viel Aufwand verbunden, wäre die Belüftung der einzelnen Schränke mit warmer Heizungsluft...

Wichtig ist auch regelmäßiges Stoßlüften, um die Luftfeuchtigkeit wieder rauszulassen.
Möglichst wenig Feuchtigkeit mit ins Auto bringen:
Schuhe sollten möglichst immer vor dem Fahrzeug abgefegt/abgeklopft werden und im Fahrzeug in eine flache Wanne gestellt werden.
Jacken und andere verschneite Kleidungsstücke sollten möglichst vor dem Fahrzeug ausgeschüttelt werden.

Nasse Kleidungsstücke sollten umgehend zum trocknen aufgehängt werden.
​Hierbei sollte die Heizung laufen und für eine ausreichende Lüftung gesorgt werden.
​Nach der Reise sollte das Wohnmobil gut getrocknet werden, am Besten komplett ausräumen und in einer trockenen Halle gut durchlüften.
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Morgendlicher Ausblick bei -20° C
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Taute bei -28° C nicht mehr auf...
​Schiebefensterriegel an der Doka-Tür
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Tauwasser im Einstieg...

Motor
Kühlmittel: Am Besten vorher den regelmäßigen Wechsel durchführen (siehe Betriebsanleitung), Frostschutzkonzentration  bis ca. -50 Grad.
Dünneres Motoröl ist Pflicht (0W40, 5W30, siehe Betriebsanleitung).
Die Vorglühanlage sollte in gutem Zustand sein.
Unbedingt vor der Abfahrt noch einen NEUEN Kraftstoffilter montieren (wegen Kondenswasser) und Ersatzfilter mitnehmen - bei allen Filtern immer Markenware benutzen, kein Ebay Billigzeugs!
Falls beim T3 ein zusätzlicher Ölkühler (vor dem Wasserkühler) montiert ist: Eine Pappe anfertigen, damit der Ölkühler bei starken Minustemperaturen abgedeckt werden kann... 
Die Marken Starterbatterie sollte in gutem bis sehr gutem Zustand sein.
Ein normaler neuer Bleiakku hat bei -20 Grad nur noch 50 Prozent seiner Kapazität gegenüber dem Gefrierpunkt (0 Grad).
Eine gute Zweitbatterie ist Pflicht!
Vorsicht bei LiFePO4 Batterien!    
LiFePO4-Batterien (Lithium-Eisenphosphat) dürfen bei Temperaturen unter 0 °C nicht geladen werden, da dies zu dauerhaften Schäden an den Zellen führt.
Moderne BMS für LiFePO verhindern das Laden bei zu tiefen Temperaturen, das gut für die Batterie, aber schlecht für den Nutzer wenn die Batterien nicht geladen werden können. Eine Montage in einem beheizten Innenraum kann sinnvoll sein.

Vor besonders kalten Nächten, oder wenn man einige Tage nicht fährt, kann es nötig sein die Starterbatterie auszubauen und im warmen Innenraum zu lagern (oder von vornherein gleich dort fest zu montieren).

Eine Motorheizung ist dort oben kein Luxus, sondern kann den morgendlichen Abschleppdienst vermeiden.
Diese Wasserheizungen gibt es für Diesel und Benzin von Ebespächer oder Webasto, oder die deutlich günstigeren von Autotherm.
Für die 220V Steckdose gibt es (Motor)Blockwärmer z.B. von DEFA oder Calix.


Tanken
Immer tanken wenn der Tank halbleer ist! 
Nicht alle Tankstellen haben lange geöffnet, viele schließen schon um 17:00 Uhr.
An Automattankstellen im Norden funktionieren unsere Kreditkarten oft nicht - nicht immer darauf verlassen und genügend Bargeld und die EC Karte mitführen!. 

Für die Kreditkarte unbedingt eine PIN Nummer beantragen, 
Kreditkarten mit Passfoto ersparen auch dort längere Diskussionen...

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Bei den größeren Tankstellen gibt es fertig gemischtes Wischwasser aus der Zapfsäule - sehr praktisch!
Ein Vorrat an Winter-Wischwasserkonzentrat ist sinnvoll, da man bei An- und Abfahrt in den Norden immer durch gemäßigte Temperaturzonen durchkommt und der Wischwasserverbrauch recht hoch ist.

Dieselkraftstoff im Winter:
Diesel kann bei starken Minustemperaturen versulzen (ausflocken).
Wenn es erst einmal geschehen ist, dann ist der Dieselfilter  und die Leitungen verstopft und nichts geht mehr - nur langwieriges erwärmen des kompletten Fahrzeugs und danach neu befüllen mit winterfestem Diesel (warme Garage oder Werkstatt für min. 24 h) hilft dann noch weiter. 
Auch die Dieselstandheizung wird dadurch ausfallen. 
"Sommerdiesel" sollte bei der Abfahrt so wenig wie möglich im Tank sein, der deutsche Winterdiesel wird bei der langen Anfahrt eh zum größtem Teil verbraucht sein. -> Wettervorhersage beachten!
Winterdiesel ist in Deutschland bis ca. -22
° C "winterfest". 
​In Norwegen, Schweden und Finnland wird Polardiesel angeboten, der ist 
bis ca. -40° C "winterfest", aber Vorsicht:
In den südlichen Landesteilen kann es auch im Winter manchmal nur "normalen" Winterdiesel geben.
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Wasserver- und entsorgung
Festeingebaute Wassertanks sind im Wintercamping kaum zu nutzen, es sei denn sie sind gut isoliert und mit Elektro- oder sonstigen Heizungen ausgestattet.
Wir haben oberhalb des Küchenblockes einen 10 L Frischwasserkanister montiert, mit Schlauch hinunter zum normalen Wasserhahn am Spülbecken - das ganze funktioniert nur mit Schwerkraft, ohne Pumpe und kann auch mal einfrieren, es geht nichts kaputt!
Von diesen kleinen 10 L Kanistern hatten wir ein halbes Dutzend mit, das verstauen war kein Problem und man konnte sie "mal eben" an einem der Rastplätze oder Tankstellen füllen.
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In den Abwasserschlauch von der Spüle zum Abwassertank haben wir gleich unterhalb der Spüle ein T-Stück montiert und auch einen 10 L Kanister angeschlossen. Wenn der Abwassertank einfriert läuft das Abwasser so "automatisch" in den kleinen Abwasserkanister.
Mit diesen "Änderungen" hatten wir auch nach vielen Tagen bei -30° keine Probleme bei der Wasserver- und entsorgung. 

​Versucht nicht, den Abwassertank durch Salz vor dem Einfrieren zu schützen. 
Durch starkes Hinzufügen von Salz lässt sich der Gefrierpunkt des Wassers zwar auf maximal –21° C senken (bei einer gesättigten Salzlösung von ca. 27 Prozent). Bei einem 60 L Abwassertank also ca. 20 kg Salz... Die Abwasserleitungen bleiben dann aber immer noch ungeschützt...
Mitnehmen sollte man einen ca. 1,5 m langen Wasserschlauch mit Gardena-Wasserdieb zum befüllen der Kanister am Waschbecken der vielen öffentlichen Toilettenhäuschen (die Außenwasserhähne sind im Winter natürlich abgestellt).

Winterreifen / Schneeketten
Ohne gute Winterreifen geht gar nichts
(AT-Reifen, Ganzjahresreifen, o.ä. sind dort oben vollkommen ungeeignet!

​Spikesreifen wären gut, aber für "durchreisende" Touristen kaum machbar, da man ja die Anfahrt auch damit machen müsste - und auf nasser oder trockener Straße sind die Dinger lebensgefährlich - in Deutschland auch komplett verboten... 

Mit guten Marken-Winterreifen (kein Baumarktbilligzeug!!) die nicht zu alt sind (max. 2 Jahre) und angepasster Fahrweise geht es aber auch. 

Schneeketten sollte man auf jeden Fall dabei haben
​(wir haben sie jedoch weder beim T2 noch beim T3 je gebraucht).

Das montieren der Schneeketten unbedingt zu Hause üben, und dafür dünne Handschuhe mitnehmen!
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Eis- und Schneebrocken am und im Radhaus regelmäßig entfernen
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Spikes, sesehen im ​Motala Motor Museum
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Standard Winterdienstfahrzeug in Norwegen...

Winter-Zusatzausrüstung
(zusätzlich zum komplett 
ausgestatten Wohnmobil ohne Sommergedöns)
Grundsätzlich muß man seinen "Materialbedarf" auf das vorhandene Platz- und Stauraumangebot anpassen.
Unbedingt dabei haben sollte man aber folgende Dinge:
-Schneeketten (unbedingt das Anlegen der Ketten  vor der Fahrt und mit Handschuhen üben!)
-Eine Schneeschaufel - zum Ausgraben des Wohnmobils, falls man mal in einer Schneewehe feststeckt.
-Abschleppseil oder besser (kinetische) Bergegurte extra lang
-Startpilot
-Anti- Eisspray
-Waschwasserzusätze für die Scheibenwaschanlage (Konzentrat unverdünnt)
-Isoliermatten für die Front und Seitenscheiben (Fahrerhaus, innen + außen).
-Gas-Laterne z.B. Campingaz Lumogaz 206
-Gas-Kocher z.B. Campingaz Bleuet 206 Plus Kocher + ausreichend Stechkartuschen (die blauen Kartuschen enthalten nur Butan, bei Kälte müssen sie zum benutzen leicht angewärmt werden...)
-Taschenlampen (Batterien)
-Eiskratzer, Türschloss-Enteiser
-Streumittel (Splitt)
-Starthilfekabel (für Dieselmotoren min. 40 mm²)
-falls nötig Reservebatterien für die Zündung der Gasheizung!
-Vorzelt (falls man länger auf einem Platz bleibt, sehr praktisch als Wärmeschleuse und Raum für Ski etc.).
-Wärmflasche(n)
-für das Bett bei 220V Anschluß auf dem Campingplatz: Elektrische Heizdecke
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-Für die nassen Schuhe: Abtropfwanne/Schuhtablett
-Fußabtreter und Handfeger
​-Teleskopleiter um bei hohen Fahrzeugen den Schnee vom Dach zu räumen
-Glögg oder auch Gløgg 😁
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Das Wichtigste:
Benehmt Euch unauffällig !
Seit nett und höflich zu den Einwohnern!
Respektiert die Gebote und Hinweise!

Vergesst nie, das Ihr etwas von den Einwohnern wollt, nicht sie nicht von Euch.
Schmeiß Euren Müll niemals in die Landschaft, sondern entsorgt ihn in die öffentlichen Mülltonnen, die überall reichlich aufgestellt sind!
Entsorgt Eure Toiletteninhalte niemals im nächsten Graben, sondern in den vorhandenen Entsorgungsstationen oder öffentlichen Toiletten (Chemie braucht man bei den Temperaturen nicht in der Toilette - flüssige, grüne Seife ist vollkommen ausreichend)! 

Nur wenn wir uns alle bemühen und uns den Gegebenheiten vor Ort anpassen, werden uns die Leute in Zukunft weiterhin dulden und nicht vertreiben.
 
Die lange Liste zeigt: 
Wintercamping will geplant sein. 
Mit einem gut ausgerüsteten Bully lassen sich dann allerdings Gegenden und Genüsse erfahren, die für die Mühe vor dem Start mehr als entschädigen.
 
Weitere Wohnmobiltips auch hier:
Bully Mamero
oder hier
http://www.blank-martin.de/camping_infos.htm
 
Hier noch Tips von Michael Knappmann für Norwegen im Winter mit dem VW Bus T2: https://www.vw-t2-bulli.de/michaelknappmann/no.htm
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Letzte Aktualisierung am 03.10.2026
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